
Ein Ölpumpenschaden kann für einen Motor schwerwiegende Folgen haben.
Die Ölpumpe sorgt dafür, dass das Motoröl mit ausreichendem Druck durch den
Ölkreislauf gefördert wird und wichtige Bauteile zuverlässig geschmiert werden.
Fällt die Ölpumpe aus oder sinkt der Öldruck deutlich ab, können Lagerstellen,
Kurbelwelle, Nockenwelle und weitere Motorkomponenten innerhalb kurzer Zeit
beschädigt werden. Deshalb sollten eine leuchtende Öldruckwarnleuchte und
ungewöhnliche Motorgeräusche ernst genommen werden.
Von einem Ölpumpenschaden spricht man, wenn die Ölpumpe das Motoröl nicht mehr
mit dem erforderlichen Druck und in ausreichender Menge durch den Motor fördern kann.
Die Ursache muss dabei nicht immer die Pumpe selbst sein. Auch ein verstopftes
Ölsieb, Probleme am Pumpenantrieb, starke Verschmutzungen oder andere Fehler
im Ölkreislauf können zu einem gefährlich niedrigen Öldruck führen.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, ob die Ölpumpe funktioniert, sondern ob
an den Schmierstellen des Motors tatsächlich der vorgeschriebene Öldruck vorhanden ist.
Die Ölpumpe saugt Motoröl aus der Ölwanne an und fördert es durch den
Ölkreislauf. Das Öl gelangt unter anderem zu Kurbelwellenlagern,
Pleuellagern, Nockenwelle und weiteren beweglichen Bauteilen.
Bei vielen Motoren werden zusätzlich weitere Komponenten wie der Turbolader
über den Motorölkreislauf geschmiert.
Der Ölfilm reduziert Reibung und Verschleiß und trägt gleichzeitig zur
Wärmeabfuhr und zum Schutz der beweglichen Motorbauteile bei.
Ein Problem mit der Ölpumpe macht sich häufig zunächst durch einen zu niedrigen
Öldruck bemerkbar. Ein wichtiges Warnsignal ist die rote Öldruckkontrollleuchte.
Zusätzlich können ungewöhnliche Klapper-, Rassel-, Schleif- oder
Klopfgeräusche auftreten. Bei fortschreitendem Schmierungsmangel können
Motorlauf und Geräuschentwicklung deutlich auffälliger werden.
Leuchtet während der Fahrt die rote Öldruckwarnleuchte, kann der Öldruck im
Motor zu niedrig sein. Das ist grundsätzlich ernster zu nehmen als eine reine
Hinweisanzeige zum Ölstand.
Neben einer defekten Ölpumpe kommen beispielsweise zu wenig Motoröl,
ein verstopftes Ansaugsieb, Probleme am Ölfilter, verschlissene Lagerstellen
oder ein defekter Öldrucksensor als Ursache infrage.
Eine Ölpumpe kann durch normalen Verschleiß, mechanische Schäden oder Probleme
an ihrem Antrieb ausfallen. Je nach Motorkonstruktion unterscheiden sich
Aufbau und Antriebsart der Pumpe.
Auch verschmutztes oder stark gealtertes Motoröl kann Probleme im
Schmiersystem begünstigen. Ablagerungen können den Ölfluss beeinträchtigen,
während Fremdkörper Bauteile der Pumpe beschädigen können.
Deshalb sollte bei niedrigem Öldruck immer der gesamte Ölkreislauf untersucht
werden und nicht ausschließlich die Ölpumpe.
Bevor das Motoröl von der Pumpe angesaugt wird, passiert es in der Regel ein
Ansaugsieb. Dieses soll gröbere Verunreinigungen vom Ölkreislauf fernhalten.
Starke Ablagerungen oder Ölschlamm können den Ölfluss am Ansaugbereich
beeinträchtigen. Dadurch kann der Öldruck sinken, obwohl die Ölpumpe selbst
nicht zwingend mechanisch defekt ist.
Bei der Diagnose eines Öldruckproblems sollten deshalb Ölwanne,
Ansaugbereich und Verschmutzungszustand des Motors berücksichtigt werden.
Ein Ölpumpenschaden besitzt kein einziges, eindeutig zuzuordnendes Geräusch.
Hörbare Symptome entstehen häufig erst dadurch, dass andere Motorteile wegen
unzureichender Schmierung nicht mehr korrekt arbeiten.
So können beispielsweise Klappern aus dem Ventiltrieb, Rasseln oder tiefere
Klopfgeräusche aus dem Bereich der Kurbelwelle und ihrer Lager auftreten.
Geräusche allein reichen daher nicht aus, um die Ölpumpe als Ursache
festzustellen. Eine Öldruckmessung liefert wesentlich aussagekräftigere Hinweise.
Zunächst werden Ölstand, Zustand des Motoröls und mögliche Fehlermeldungen
kontrolliert. Besonders wichtig ist die Prüfung des tatsächlichen Öldrucks.
Liegt der gemessene Wert außerhalb der Herstellervorgaben, muss die Ursache
im Schmiersystem gesucht werden. Je nach Fahrzeug können anschließend
Ölfilter, Ölwanne, Ansaugsieb, Ölpumpe und deren Antrieb untersucht werden.
Hat der Motor bereits mechanische Geräusche entwickelt, sollte zusätzlich
geprüft werden, ob Lagerstellen oder andere Motorkomponenten bereits
Folgeschäden aufweisen.
Pleuellager gehören zu den Bauteilen, die auf eine zuverlässige Schmierung
angewiesen sind. Bricht der Ölfilm zusammen, können Reibung und Temperatur
an den Lagerstellen stark ansteigen.
Dadurch können die Lager einlaufen oder im schweren Fall fressen. Wird der
Motor weiter betrieben, kann anschließend auch die Kurbelwelle beschädigt werden.
Mehr dazu finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber zum
Pleuellagerschaden
.
Die Kurbelwelle läuft in ölgeschmierten Lagerstellen. Ist die Schmierung
unzureichend, können Lagerflächen und Kurbelwellenzapfen beschädigt werden.
Riefen, eingelaufene Lagerflächen und erhöhter Verschleiß können dazu führen,
dass eine ursprünglich begrenzte Störung der Ölversorgung zu einem erheblich
größeren Motorschaden wird.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Informationsseite zum
Kurbelwellenschaden
.
Auch Bauteile im Zylinderkopf benötigen eine ausreichende Ölversorgung.
Je nach Motor gehören dazu Nockenwellen, Lagerstellen und Komponenten des Ventiltriebs.
Bei Schmierungsmangel können Reibung, Verschleiß und Temperatur steigen.
Dadurch sind Schäden an Nockenwellen und ihren Lagerstellen möglich.
Mehr über dieses Schadensbild erfahren Sie unter
Nockenwellenschaden
.
Bei aufgeladenen Motoren ist auch der Turbolader auf eine zuverlässige
Ölversorgung angewiesen. Die Lagerung der schnell drehenden Turboladerwelle
wird durch Motoröl geschmiert.
Eine gestörte Ölversorgung kann deshalb nicht nur den Motor selbst, sondern
auch den Turbolader schädigen.
Typische Anzeichen und Ursachen erklären wir ausführlicher unter
Turboladerschaden
.
Bei einem bestätigten Ölpumpenschaden oder tatsächlich zu niedrigem Öldruck
sollte der Motor nicht weiter betrieben werden. Ohne ausreichenden Öldruck
fehlt wichtigen Bauteilen die notwendige Schmierung.
Je länger der Motor unter diesen Bedingungen läuft, desto größer wird das
Risiko für Schäden an Lagern, Kurbelwelle, Nockenwelle und anderen Komponenten.
Wie teuer die Reparatur wird, hängt stark vom Fahrzeug, der Bauweise des Motors,
der Zugänglichkeit der Ölpumpe und vor allem von bereits entstandenen
Folgeschäden ab.
Ist lediglich die Ölpumpe oder ein Bauteil des Ölkreislaufs betroffen, kann
sich der Reparaturaufwand noch auf diesen Bereich beschränken. Sind dagegen
bereits Kurbelwellenlager, Pleuellager, Nockenwelle oder Turbolader beschädigt,
können die Gesamtkosten erheblich steigen.
Eine pauschale Kostensumme ist deshalb wenig aussagekräftig. Entscheidend ist,
ob lediglich die Ursache behoben werden muss oder bereits ein größerer
Motorschaden entstanden ist. Weitere Informationen finden Sie unter
Motorschaden Kosten
.
Ein Ölpumpenschaden ist vor allem deshalb kritisch, weil eine gestörte
Ölversorgung zahlreiche Motorkomponenten gleichzeitig gefährden kann.
Die rote Öldruckwarnleuchte gehört deshalb zu den Warnsignalen, die nicht
ignoriert werden sollten.
Wird die Ursache früh erkannt, lässt sich möglicherweise verhindern, dass
aus einem Problem im Ölkreislauf ein schwerer Motorschaden entsteht. Sind
bereits mechanische Geräusche vorhanden, sollte zusätzlich nach möglichen
Folgeschäden gesucht werden.
Die wichtigsten Fragen zu Öldruck, Warnzeichen, Diagnose, Weiterfahrt und möglichen Folgeschäden.
Hat eine defekte Ölversorgung bereits größere Folgeschäden am Motor verursacht,
können die Reparaturkosten deutlich steigen. Wenn Sie Ihr Fahrzeug nicht mehr
reparieren möchten, können Sie es auch mit vorhandenem Ölpumpen- oder Motorschaden verkaufen.
Wir bewerten Ihr Fahrzeug kostenlos. Bei einem Ankauf übernehmen wir die
bundesweite Abholung – auch direkt aus der Werkstatt oder wenn das Fahrzeug
nicht mehr fahrbereit ist. Die Auszahlung erfolgt bei der Fahrzeugübergabe,
die Abmeldung übernehmen wir kostenlos.
Wenn Sie Ihr Auto mit Ölpumpenschaden verkaufen möchten oder Fragen zum Ablauf
haben, erreichen Sie uns direkt per Telefon, WhatsApp oder E-Mail.
keine lästigen "Letzer-Preis-Anrufe"
keine Probefahren
keine Zeitaufwendung wegen der Formalitäten
keinen Ärger bei auftretenden Schäden, sondern
keine Nachverhandlungen