
Die Kosten eines Motorschadens können von einer vergleichsweise überschaubaren Reparatur bis zu einem fünfstelligen Betrag reichen. Entscheidend ist nicht allein, dass der Motor nicht mehr richtig funktioniert, sondern welches Bauteil beschädigt wurde und ob bereits weitere Motorteile betroffen sind. Eine defekte Dichtung verursacht normalerweise einen anderen Reparaturaufwand als ein Kolbenfresser, ein schwerer Lagerschaden oder ein beschädigter Motorblock.
Auch Fahrzeugmodell, Motorisierung, Ersatzteilpreise und Arbeitsaufwand haben großen Einfluss auf die Rechnung. Bei manchen Fahrzeugen lässt sich ein einzelnes Bauteil austauschen. In anderen Fällen muss der Motor vollständig zerlegt, instand gesetzt oder durch einen Austauschmotor ersetzt werden. Deshalb ist eine genaue Diagnose die wichtigste Voraussetzung für eine realistische Kosteneinschätzung.
Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Reparaturkosten bei verschiedenen Motorschäden entstehen können, welche zusätzlichen Ausgaben häufig übersehen werden und wann sich eine Reparatur wirtschaftlich noch lohnt. Ist die Instandsetzung zu teuer, können Sie Ihr Auto mit Motorschaden auch direkt verkaufen und den verbliebenen Restwert nutzen.
Der Begriff Motorschaden beschreibt keine einzelne Reparatur. Er kann einen begrenzten Defekt an einer Dichtung, am Turbolader oder an der Steuerung des Motors ebenso bezeichnen wie einen vollständigen mechanischen Ausfall. Solange der Motor nicht geöffnet und untersucht wurde, lässt sich deshalb häufig nur eine vorläufige Einschätzung abgeben.
Ein auffälliges Geräusch kann beispielsweise durch eine verschlissene Steuerkette entstehen. Hat die Kette noch nicht zu einem Kontakt zwischen Kolben und Ventilen geführt, bleibt der Reparaturumfang möglicherweise begrenzt. Springt die Kette jedoch über oder reißt sie, können Ventile, Kolben, Zylinderkopf und weitere Bauteile beschädigt werden. Aus einem zunächst überschaubaren Defekt wird dann eine umfangreiche Motorreparatur.
Ähnlich verhält es sich bei Ölmangel oder einer gestörten Ölversorgung. Werden Lagerschalen frühzeitig ersetzt, kann die Kurbelwelle unter Umständen erhalten bleiben. Wird mit einem klopfenden Motor weitergefahren, können Kurbelwelle, Pleuel und Motorblock so stark beschädigt werden, dass eine vollständige Überholung oder ein Austauschmotor notwendig wird.
Einen großen Einfluss hat der Aufbau des Motors. Ersatzteile für einen kleineren und weit verbreiteten Vierzylindermotor sind häufig leichter erhältlich als Komponenten für einen seltenen Hochleistungsmotor. Bei modernen Fahrzeugen können außerdem Turbolader, Einspritzsysteme, Abgasreinigung und umfangreiche Elektronik den Reparaturaufwand erhöhen.
Auch die Zugänglichkeit spielt eine Rolle. Bei einigen Fahrzeugen lassen sich bestimmte Bauteile vergleichsweise gut erreichen. Bei anderen Modellen muss der Motor teilweise oder vollständig ausgebaut werden. Dadurch steigt die Zahl der notwendigen Arbeitsstunden erheblich.
Weitere Kosten entstehen, wenn nicht nur die eigentliche Schadensursache behoben werden muss. Nach einem schweren Motorschaden werden häufig Motoröl, Kühlmittel, Filter, Dichtungen, Schrauben und weitere Kleinteile erneuert. Unter Umständen müssen zusätzlich Turbolader, Ölpumpe, Steuertrieb, Kupplung oder Zweimassenschwungrad geprüft beziehungsweise ersetzt werden.
Ein Motorschaden kündigt sich nicht immer durch einen plötzlichen vollständigen Ausfall an. Häufig treten zunächst ungewöhnliche Geräusche, Leistungsverlust, erhöhter Ölverbrauch oder Kühlmittelverlust auf. Auch blauer, weißer oder schwarzer Rauch aus dem Auspuff kann auf ein technisches Problem hinweisen.
Besonders ernst sind metallisches Klopfen, starkes Rasseln, eine rote Öldruckwarnung oder ein deutlich überhitzter Motor. In diesen Fällen sollte das Fahrzeug möglichst nicht weitergefahren werden. Jeder zusätzliche Kilometer kann den Schaden vergrößern und damit auch die späteren Reparaturkosten erhöhen.
Eine leuchtende Motorkontrolllampe bedeutet nicht automatisch, dass ein kapitaler Motorschaden vorliegt. Sie sollte jedoch nicht ignoriert werden. Eine Fehlerauslese und fachgerechte Diagnose können helfen, einen begrenzten Defekt zu erkennen, bevor weitere Bauteile beschädigt werden.
Stellen Sie den Motor bei starken mechanischen Geräuschen, einer roten Öldruckwarnung oder deutlicher Überhitzung ab. Starten Sie ihn nicht mehrfach neu, um zu prüfen, ob das Problem verschwunden ist. Wiederholte Startversuche können bei einer gerissenen Steuerkette, mangelndem Öldruck oder einem Lagerschaden zusätzliche Schäden verursachen.
Lassen Sie das Fahrzeug abschleppen und schildern Sie der Werkstatt möglichst genau, wann der Fehler auftrat. Nennen Sie alle Warnleuchten, Geräusche und Veränderungen des Fahrverhaltens. Falls kurz zuvor Öl oder Kühlmittel nachgefüllt werden musste, sollte auch diese Information weitergegeben werden.
Beauftragen Sie zunächst eine Diagnose und lassen Sie sich erklären, welche Prüfungen notwendig sind. Stimmen Sie einer umfangreichen Motorzerlegung nicht vorschnell zu, wenn noch unklar ist, ob Sie die Reparatur tatsächlich durchführen lassen möchten. Klären Sie vorher, welche Diagnosekosten auch dann entstehen, wenn Sie sich gegen die Instandsetzung entscheiden.
Ein Kostenvoranschlag schafft eine erste Grundlage für die Entscheidung zwischen Reparatur, Austauschmotor und Verkauf. Er sollte möglichst deutlich erkennen lassen, welche Arbeiten und Ersatzteile enthalten sind. Fragen Sie außerdem nach, ob bestimmte Folgeschäden erst nach dem Öffnen des Motors beurteilt werden können.
Ein zunächst genannter Preis kann sich erhöhen, wenn während der Demontage weitere Schäden sichtbar werden. Deshalb ist es sinnvoll, mit der Werkstatt eine Grenze zu vereinbaren, ab der zusätzliche Arbeiten erst nach Ihrer ausdrücklichen Zustimmung ausgeführt werden dürfen.
Vergleichen Sie die voraussichtlichen Gesamtkosten anschließend mit dem aktuellen Wert des Fahrzeugs. Dabei sollten nicht nur Baujahr und Kilometerstand berücksichtigt werden. Auch der allgemeine Zustand, die Ausstattung, bereits vorhandene Mängel und die geplante weitere Nutzungsdauer spielen eine wichtige Rolle.
Die folgende Übersicht dient als grobe Orientierung. Sie ersetzt weder eine Werkstattdiagnose noch einen individuellen Kostenvoranschlag. Bei älteren oder einfach aufgebauten Fahrzeugen kann eine Reparatur günstiger ausfallen. Bei modernen, leistungsstarken oder schwer zugänglichen Motoren sind deutlich höhere Kosten möglich.
| Schaden oder Reparatur | Möglicher Kostenrahmen |
|---|---|
| Diagnose und Fehlersuche | häufig etwa 100 bis 500 Euro, bei aufwendiger Zerlegung mehr |
| Zylinderkopfdichtung erneuern | häufig etwa 1.500 bis 3.500 Euro |
| Zylinderkopf überholen oder ersetzen | häufig etwa 2.500 bis 5.500 Euro |
| Steuerkette erneuern | häufig etwa 1.000 bis 3.500 Euro |
| Zahnriemenschaden ohne schwere Folgeschäden | häufig etwa 800 bis 2.500 Euro |
| Ventilschaden nach Steuerketten- oder Zahnriemenproblem | häufig etwa 2.500 bis 6.000 Euro |
| Turbolader ersetzen | häufig etwa 1.200 bis 3.500 Euro |
| Pleuel- oder Hauptlagerschaden | häufig etwa 2.500 bis 8.000 Euro |
| Kolbenfresser oder beschädigte Zylinderlaufbahn | häufig etwa 3.000 bis 8.000 Euro oder mehr |
| Motorinstandsetzung beziehungsweise Motorüberholung | häufig etwa 3.500 bis 10.000 Euro oder mehr |
| Gebrauchter Austauschmotor inklusive Einbau | häufig etwa 4.000 bis 9.000 Euro |
| Überholter oder neuer Austauschmotor inklusive Einbau | häufig etwa 6.000 bis über 15.000 Euro |
Die angegebenen Bereiche können sich überschneiden. Ein vermeintlich kleiner Schaden kann teuer werden, wenn zusätzliche Bauteile betroffen sind. Umgekehrt muss nicht jeder auffällige Motorlauf zwangsläufig eine vollständige Motorüberholung erforderlich machen.
Beim Wechsel der Zylinderkopfdichtung entstehen nicht nur Kosten für die Dichtung selbst. Der Zylinderkopf muss ausgebaut, geprüft und unter Umständen geplant werden. Hinzu kommen neue Schrauben, Motoröl, Kühlmittel und weitere Dichtungen. Je nach Fahrzeug kann der Arbeitsaufwand erheblich sein.
Wurde der Motor stark überhitzt, kann der Zylinderkopf verzogen oder gerissen sein. Auch Schäden an Laufbahnen, Kolben oder Motorblock sind möglich. In diesem Fall reicht der Austausch der Dichtung allein nicht aus und die Gesamtkosten steigen deutlich.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur
defekten Zylinderkopfdichtung
.
Wird eine gelängte Steuerkette rechtzeitig erkannt, können Steuerkette, Spanner und Führungsschienen möglicherweise ersetzt werden, bevor ein schwerer Motorschaden entsteht. Der Preis hängt stark davon ab, wo der Steuertrieb im Motor eingebaut ist und wie aufwendig der Zugang ist.
Ist die Steuerkette übergesprungen oder gerissen, können Kolben und Ventile miteinander kollidieren. Dann müssen häufig Zylinderkopf und Ventiltrieb überholt werden. Bei schweren Schäden kann eine vollständige Motorinstandsetzung notwendig sein.
Ähnliche Folgeschäden sind nach einem gerissenen Zahnriemen möglich. Deshalb sollte ein Fahrzeug mit plötzlich abgestorbenem Motor nicht wiederholt gestartet werden, wenn ein Problem am Steuertrieb vermutet wird.
Der reine Austausch eines Turboladers ist nur ein Teil der möglichen Reparatur. Vor dem Einbau sollte geklärt werden, warum der alte Turbolader ausgefallen ist. Verstopfte Ölleitungen, verschmutztes Motoröl, Fremdkörper oder Probleme im Ansaug- und Abgassystem können auch den neuen Turbolader beschädigen.
Gelangen größere Mengen Öl in den Ansaugtrakt oder Verbrennungsraum, sind zusätzliche Reinigungs- und Prüfungsarbeiten erforderlich. Bei einem Dieselmotor können außerdem Ladeluftkühler, Partikelfilter und Abgassystem betroffen sein.
Mehr zum Thema lesen Sie unter
Turboschaden erkennen und Fahrzeug verkaufen
.
Bei einem Lagerschaden ist der Zustand der Kurbelwelle entscheidend. Sind nur die Lagerschalen verschlissen und wurde der Schaden früh erkannt, kann sich der Reparaturumfang möglicherweise begrenzen lassen. Ist die Kurbelwelle bereits eingelaufen oder beschädigt, muss sie geschliffen oder ersetzt werden.
Metallabrieb kann sich im gesamten Ölkreislauf verteilen. Deshalb müssen Ölpumpe, Ölkanäle und weitere geschmierte Komponenten sorgfältig geprüft und gereinigt werden. Wird dieser Aufwand nicht berücksichtigt, kann der reparierte Motor erneut ausfallen.
Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Seite zum
Motor-Lagerschaden
.
Bei einem Kolbenfresser können Kolben, Kolbenringe und Zylinderlaufbahn beschädigt sein. Die Reparatur hängt davon ab, ob die betroffenen Zylinder noch gehont oder bearbeitet werden können. Bei schweren Riefen, Rissen oder einem beschädigten Motorblock kann ein anderer Motor erforderlich werden.
Zusätzlich muss die Ursache behoben werden. Mögliche Auslöser sind Ölmangel, Überhitzung, Einspritzprobleme oder eine fehlerhafte Verbrennung. Wird nur der sichtbare Schaden repariert, ohne die Ursache zu beseitigen, besteht ein erhebliches Risiko für einen erneuten Ausfall.
Bei einer Motorüberholung wird der Motor ausgebaut, zerlegt, gereinigt und vermessen. Verschlissene oder beschädigte Komponenten werden bearbeitet beziehungsweise ersetzt. Umfang und Qualität einer Überholung können sich jedoch erheblich unterscheiden.
Fragen Sie deshalb genau nach, welche Teile erneuert werden. Eine günstige Teilreparatur ist nicht mit einer vollständigen Überholung gleichzusetzen. Wichtig sind außerdem Gewährleistung, Dokumentation und die Erfahrung des ausführenden Betriebs.
Bei leistungsstarken, seltenen oder technisch komplexen Motoren kann eine Überholung deutlich mehr als 10.000 Euro kosten. Vor einer solchen Investition sollte der Gesamtwert des Fahrzeugs sorgfältig geprüft werden.
Beim Austauschmotor muss zwischen einem gebrauchten, überholten und fabrikneuen Motor unterschieden werden. Ein gebrauchter Motor ist häufig günstiger, besitzt jedoch eine unbekannte oder nur teilweise dokumentierte Vorgeschichte. Ein professionell überholter Motor ist teurer, kann dafür aber mit einer nachvollziehbaren Aufarbeitung und Gewährleistung angeboten werden.
Neben dem Motorpreis entstehen Kosten für Aus- und Einbau, Betriebsflüssigkeiten, Filter, Dichtungen und Programmierarbeiten. Je nach Fahrzeug können außerdem Kupplung, Zweimassenschwungrad, Turbolader oder weitere schwer zugängliche Bauteile sinnvollerweise gleichzeitig erneuert werden.
Der vermeintlich günstige Motorpreis ist deshalb nicht mit den vollständigen Kosten des fahrbereiten Fahrzeugs gleichzusetzen.
Die Entscheidung sollte nicht allein anhand der Reparaturrechnung getroffen werden. Ein Fahrzeug kann nach einer technisch erfolgreichen Reparatur weiterhin andere alters- oder laufleistungsbedingte Mängel besitzen. Deshalb sollten Sie auch Getriebe, Fahrwerk, Bremsen, Karosserie, Elektronik und den Zustand der Abgasanlage berücksichtigen.
Bei einem jungen, gepflegten und hochwertigen Fahrzeug kann eine fachgerechte Motorinstandsetzung sinnvoll sein. Das gilt besonders, wenn der Schaden eindeutig begrenzt ist und Sie das Auto noch längere Zeit nutzen möchten. Wichtig ist ein seriöser Reparaturbetrieb, der den Leistungsumfang nachvollziehbar dokumentiert und eine Gewährleistung bietet.
Bei einem älteren Auto mit hoher Laufleistung kann der Verkauf wirtschaftlich sinnvoller sein. Das gilt vor allem, wenn die Reparaturkosten einen großen Teil des Fahrzeugwertes ausmachen oder weitere kostenintensive Arbeiten absehbar sind. Ein Verkauf beendet das Kostenrisiko und nutzt den noch vorhandenen Restwert des Fahrzeugs.
| Reparatur kann sinnvoll sein | Verkauf kann sinnvoller sein |
|---|---|
| Das Fahrzeug ist vergleichsweise jung und gepflegt. | Das Fahrzeug hat eine hohe Laufleistung oder weitere Mängel. |
| Der Schaden ist eindeutig eingegrenzt. | Der endgültige Reparaturumfang ist noch ungewiss. |
| Die Reparaturkosten liegen deutlich unter dem Fahrzeugwert. | Die Reparaturkosten erreichen einen erheblichen Teil des Fahrzeugwertes. |
| Sie möchten das Fahrzeug noch mehrere Jahre behalten. | Sie wollten das Fahrzeug ohnehin in absehbarer Zeit ersetzen. |
| Der Reparaturbetrieb bietet eine nachvollziehbare Gewährleistung. | Es bestehen Zweifel an Ersatzmotor, Reparaturumfang oder Folgekosten. |
Von einem wirtschaftlichen Totalschaden wird gesprochen, wenn eine Reparatur im Verhältnis zum Wert des Fahrzeugs nicht mehr sinnvoll erscheint. Bei einem Motorschaden gibt es jedoch keine allgemeine Grenze, die für jedes Fahrzeug gilt. Ein Liebhaberfahrzeug oder ein seltenes Modell kann trotz hoher Reparaturkosten erhaltenswert sein, während sich die gleiche Rechnung bei einem gewöhnlichen älteren Fahrzeug nicht mehr rechnet.
Für eine vernünftige Entscheidung sollten Sie den Fahrzeugwert im funktionsfähigen Zustand, die vollständigen Reparaturkosten und den Restwert im beschädigten Zustand vergleichen. Dabei sollte ein finanzieller Puffer für nicht vorhersehbare Zusatzarbeiten eingeplant werden.
Neben der eigentlichen Motorreparatur können Diagnose, Abschleppdienst und Standgebühren entstehen. Steht das Auto längere Zeit in einer Werkstatt, sollten Sie klären, ob für die weitere Aufbewahrung Kosten berechnet werden.
Während der Reparatur benötigen manche Fahrzeughalter einen Mietwagen oder eine andere Transportmöglichkeit. Auch dieser Aufwand gehört zur wirtschaftlichen Gesamtbetrachtung. Bei einem gewerblich genutzten Transporter können zusätzlich Einnahmeausfälle entstehen.
Nach einer Motorreparatur können weitere Arbeiten notwendig sein. Dazu gehören beispielsweise eine neue Batterie nach langer Standzeit, eine Hauptuntersuchung, fällige Wartungen oder Reparaturen an Bremsen und Fahrwerk. Diese Ausgaben stehen zwar nicht unmittelbar mit dem Motorschaden in Verbindung, beeinflussen aber die Entscheidung über die weitere Nutzung des Fahrzeugs.
Ein gebrauchter Motor kann die günstigste Möglichkeit sein. Allerdings sollten Laufleistung, Herkunft und bisherige Wartung möglichst nachvollziehbar sein. Eine reine Funktionszusage bietet weniger Sicherheit als eine ausführliche Prüfung oder Gewährleistung.
Bei einem überholten Motor wurden verschlissene Komponenten geprüft und je nach Anbieter erneuert. Der Begriff „überholt“ ist jedoch nicht automatisch gleichbedeutend mit einer vollständigen Erneuerung aller beweglichen Teile. Lassen Sie sich den genauen Umfang schriftlich bestätigen.
Ein neuer Originalmotor bietet in der Regel die größte technische Sicherheit, ist jedoch häufig die teuerste Lösung. Bei älteren Fahrzeugen kann allein der Motorpreis den Zeitwert des Autos erreichen oder überschreiten.
Der Restwert hängt nicht nur vom Motorschaden ab. Berücksichtigt werden Marke, Modell, Baujahr, Kilometerstand, Ausstattung und allgemeiner Zustand. Ein gepflegtes Fahrzeug mit guter Ausstattung kann trotz Motorschadens einen deutlich höheren Restwert besitzen als ein vergleichbares Auto mit Rost, beschädigtem Innenraum oder weiteren technischen Problemen.
Auch die Nachfrage nach Ersatzteilen und Motorvarianten spielt eine Rolle. Karosserie, Getriebe, Elektronik, Innenausstattung und Fahrwerk können weiterhin verwendbar sein. Einige Fahrzeuge eignen sich außerdem für eine fachgerechte Motorinstandsetzung oder den Einbau eines Austauschmotors.
Für eine erste Bewertung benötigen wir die Fahrzeugdaten und eine möglichst genaue Beschreibung des Schadens. Fotos, Fahrzeugschein und vorhandene Werkstattunterlagen erleichtern die Einschätzung. Die Bewertung ist kostenlos und unverbindlich.
Nennen Sie zunächst Marke, Modell, Baujahr, Motorisierung und Kilometerstand. Beschreiben Sie anschließend, wie sich der Schaden bemerkbar gemacht hat. Teilen Sie uns mit, ob der Motor noch startet, ungewöhnliche Geräusche macht oder ob bereits eine Werkstattdiagnose vorliegt.
Wichtig ist außerdem, wo das Fahrzeug steht und ob es frei zugänglich abgeholt werden kann. Befindet es sich in einer Werkstatt oder beim Abschleppdienst, können wir die Abholung mit dem jeweiligen Standort abstimmen.
Je genauer die Angaben sind, desto zuverlässiger lässt sich ein Ankaufangebot vorbereiten. Stimmen Beschreibung und tatsächlicher Fahrzeugzustand überein, bleibt der vereinbarte Preis bestehen.
Auch ein nicht fahrbereites Fahrzeug kann einen erheblichen Restwert besitzen. Die Verschrottung berücksichtigt häufig nicht den individuellen Wert von Ausstattung, Karosserie und wiederverwendbaren Bauteilen. Deshalb lohnt sich vor der endgültigen Verwertung eine professionelle Bewertung.
Gerade jüngere Fahrzeuge ab Baujahr 2012 können trotz schwerem Motorschaden noch für eine Instandsetzung, Ersatzteilgewinnung oder andere Verwendungszwecke interessant sein. Ein Ankauf kann deshalb deutlich wirtschaftlicher sein als eine übereilte Abgabe zum reinen Schrottwert.
Steht Ihr Fahrzeug nicht mehr bei Ihnen, lesen Sie unsere Hinweise zum
Motorschaden beim ADAC
und zum
Verkauf eines nicht fahrbereiten Autos
.
Weitere Entscheidungshilfen finden Sie unter
Wertverlust beim Auto mit Motorschaden
sowie auf unserer Seite mit den
Erfahrungen unserer Kunden
.
Übersteigen die voraussichtlichen Motorschaden-Kosten Ihr Budget oder den wirtschaftlich sinnvollen Rahmen, können Sie Ihr Fahrzeug im aktuellen Zustand verkaufen. Wir kaufen Autos mit Motor-, Getriebe-, Turbo-, Steuerketten-, Zylinderkopf- und Lagerschäden deutschlandweit an.
Unser Schwerpunkt liegt auf Fahrzeugen ab Baujahr 2012. Das Auto muss nicht fahrbereit sein und benötigt vor dem Verkauf weder eine Reparatur noch eine neue Hauptuntersuchung. Auch Fahrzeuge, die in einer Werkstatt oder beim ADAC-Abschleppdienst stehen, können angefragt werden.
Nach Übermittlung der Fahrzeugdaten erhalten Sie eine kostenlose und unverbindliche Bewertung. Sind Sie mit dem Angebot einverstanden, organisieren wir die bundesweite Abholung. Der vereinbarte Kaufpreis wird direkt bei der Fahrzeugübergabe ausgezahlt. Auf Wunsch übernehmen wir anschließend auch die Abmeldung kostenlos.
Senden Sie uns die wichtigsten Fahrzeugdaten über das Ankaufformular oder per WhatsApp. Alternativ können Sie uns telefonisch kontaktieren. Teilen Sie uns mit, welches Fahrzeug Sie verkaufen möchten, wie hoch die Laufleistung ist und welcher Schaden vermutet oder bereits festgestellt wurde.
Wir prüfen die Angaben und erstellen ein unverbindliches Angebot. Nach Ihrer Zustimmung vereinbaren wir einen passenden Termin. Das Fahrzeug wird kostenlos bei Ihnen zu Hause, am Arbeitsplatz, in der Werkstatt oder an einem anderen vereinbarten Standort abgeholt.
Bei der Übergabe werden Fahrzeugzustand und Unterlagen geprüft. Entsprechen die Angaben dem tatsächlichen Zustand, wird der vereinbarte Kaufpreis ohne grundlose Nachverhandlung ausgezahlt.
Sie möchten hohe und schwer kalkulierbare Reparaturkosten vermeiden? Senden Sie uns jetzt die Daten Ihres Fahrzeugs. Sie erhalten eine kostenlose und unverbindliche Bewertung sowie ein faires Ankaufangebot.
Die bundesweite Abholung und die Abmeldung sind kostenlos. Die Auszahlung erfolgt direkt bei der Fahrzeugübergabe.
Jetzt kostenlose Fahrzeugbewertung anfordern
Telefonisch anfragen: +49 6150 181859
Fahrzeugdaten per WhatsApp senden: +49 162 3095596
Die Kosten können je nach Defekt von wenigen hundert Euro für eine Diagnose oder kleinere Arbeiten bis zu mehr als 10.000 Euro für eine umfangreiche Motorüberholung oder einen neuen Austauschmotor reichen. Eine genaue Aussage ist erst nach der Diagnose möglich.
Motorreparaturen erfordern häufig viele Arbeitsstunden, Spezialwerkzeug und teure Ersatzteile. Zusätzlich muss der Motor je nach Fahrzeug teilweise oder vollständig ausgebaut, zerlegt, gereinigt und vermessen werden.
Eine einfache Fehlerauslese kann relativ günstig sein. Sind Kompressionsprüfung, Öldruckmessung, Endoskopie oder eine teilweise Zerlegung notwendig, können mehrere hundert Euro entstehen. Klären Sie den Diagnoseumfang vorher mit der Werkstatt.
Je nach Fahrzeug und Folgeschäden liegen die Kosten häufig im Bereich von etwa 1.500 bis 3.500 Euro. Ein verzogener oder gerissener Zylinderkopf kann die Reparatur deutlich verteuern.
Ein rechtzeitiger Austausch des Steuerkettensatzes kann häufig etwa 1.000 bis 3.500 Euro kosten. Sind Ventile, Kolben oder Zylinderkopf beschädigt, können die Gesamtkosten deutlich höher liegen.
Der Austausch eines Turboladers kostet abhängig von Fahrzeug und Zusatzarbeiten häufig etwa 1.200 bis 3.500 Euro. Schäden am Ansaugtrakt, an der Ölversorgung oder am Partikelfilter können zusätzliche Kosten verursachen.
Je nach Zustand von Kurbelwelle, Pleuel und Ölkreislauf können Kosten von etwa 2.500 bis 8.000 Euro oder mehr entstehen. Wurde mit dem beschädigten Motor weitergefahren, ist häufig eine umfangreichere Überholung notwendig.
Ein Kolbenfresser kann eine Bearbeitung der Zylinder, neue Kolben oder eine vollständige Motorüberholung erforderlich machen. Häufig liegen die Kosten zwischen etwa 3.000 und 8.000 Euro, bei schweren Blockschäden auch darüber.
Ein gebrauchter Austauschmotor mit Einbau kann je nach Fahrzeug etwa 4.000 bis 9.000 Euro kosten. Bei überholten oder neuen Motoren sind 6.000 bis über 15.000 Euro möglich.
Eine Motorüberholung kostet häufig mehrere tausend Euro. Je nach Motor, Schaden und Umfang der erneuerten Bauteile können etwa 3.500 bis 10.000 Euro oder deutlich mehr entstehen.
Eine Reparatur kann sich bei einem jungen, gepflegten und hochwertigen Fahrzeug lohnen. Bei hoher Laufleistung, weiteren Mängeln oder Reparaturkosten nahe am Fahrzeugwert ist ein Verkauf häufig wirtschaftlich sinnvoller.
Ein wirtschaftlicher Totalschaden liegt vor, wenn Reparaturkosten und Risiken nicht mehr in einem sinnvollen Verhältnis zum Fahrzeugwert stehen. Eine starre Grenze gibt es nicht, da auch Zustand und zukünftige Nutzung berücksichtigt werden müssen.
Verschleiß- und Betriebsschäden sind normalerweise nicht automatisch über die Kaskoversicherung abgedeckt. Anders kann es bei einem versicherten äußeren Ereignis sein. Prüfen Sie Ihren Vertrag und lassen Sie sich im Einzelfall von Ihrer Versicherung beraten.
Das hängt vom Garantievertrag, dem betroffenen Bauteil, der Laufleistung und möglichen Ausschlüssen ab. Melden Sie den Schaden vor einer Reparatur beim Garantieanbieter und warten Sie dessen Freigabe ab.
Eine Weiterfahrt kann vorhandene Schäden erheblich vergrößern. Bei metallischem Klopfen, roter Öldruckwarnung, starkem Kühlmittelverlust oder Überhitzung sollte der Motor abgestellt und das Fahrzeug abgeschleppt werden.
Ja. Wir kaufen Fahrzeuge mit Motorschaden ab Baujahr 2012 deutschlandweit an. Auch nicht fahrbereite Autos können kostenlos abgeholt werden.
Der Restwert richtet sich nach Marke, Modell, Baujahr, Kilometerstand, Ausstattung, allgemeinem Zustand und Schadensumfang. Nach Übermittlung der Fahrzeugdaten erhalten Sie eine kostenlose Einschätzung.
Nein. Das Auto kann im aktuellen Zustand verkauft werden. Eine Reparatur, Aufbereitung oder neue Hauptuntersuchung ist nicht erforderlich.
Ja. Bei einem vereinbarten Ankauf holen wir das Fahrzeug deutschlandweit kostenlos ab – auch aus einer Werkstatt oder von einem Abschleppdienst.
Die Auszahlung erfolgt direkt bei der Fahrzeugübergabe. Die Zahlungsart wird vor dem Abholtermin mit Ihnen vereinbart.
Ja. Auf Wunsch übernehmen wir die Abmeldung des angekauften Fahrzeugs kostenlos und stellen Ihnen anschließend eine Bestätigung zur Verfügung.
Lassen Sie den Restwert Ihres Autos kostenlos prüfen, bevor Sie mehrere tausend Euro in eine ungewisse Motorreparatur investieren. Wir kaufen technisch defekte Fahrzeuge bundesweit an und übernehmen die komplette Abwicklung.
Auto mit Motorschaden jetzt unverbindlich anbieten
Sie möchten mehr über mögliche Ursachen, typische Anzeichen und Folgen eines Motorschadens erfahren? In unserem Ratgeber finden Sie weitere verständlich aufbereitete Informationen.
Motorschaden Infos und Ratgeber
Welche Schäden am Motor auftreten können und wie sie sich unterscheiden, zeigt unsere Übersicht.
keine lästigen "Letzer-Preis-Anrufe"
keine Probefahren
keine Zeitaufwendung wegen der Formalitäten
keinen Ärger bei auftretenden Schäden, sondern
keine Nachverhandlungen